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Team Civilog - Martin Kowarsch

Civilog | Werkstatt für Deliberationsprozesse

Montag, 09. März 2026

Gründer Adj.-Prof. Dr. Martin Kowarsch bringt wissenschaftliche Präzision, Leidenschaft für echte Verständigung und den Antrieb, komplexe Konflikte lösbar zu machen zusammen – mit dem Wunsch, Beteiligung zu einem Prozess zu wandeln, der tragfähige Entscheidungen schafft: über Werte, Wissen und Wege hinweg. So gründete er unter dem Motto „Verständigung als Kulturtechnik“ zusammen mit seinem Team das Unternehmen Civilog.

Wenn Beteiligung zu Verständigung wird - Civilog im Porträt

Beteiligung ist nicht gleich Beteiligung. Oft bleiben Meinungen - aber kein Lernen voneinander.
Und genau hier beginnt die Geschichte von Martin Kowarsch und Civilog.

In vielen Kommunen, Regionen und Organisationen treffen heute Fakten, Interessen und Wertvorstellungen hart aufeinander: Naturschutz vs. Nutzung, Klimaanpassung vs. Kosten, Tempo vs. Sorgfalt. Gespräche gibt es dann oft genug – aber Entscheidungen bleiben wacklig, Konflikte schwelen weiter, Beteiligung fühlt sich an wie „Meinungen sammeln“.

Civilog setzt genau an dieser Stelle an:
Das Team macht Beteiligung entscheidungsfähig. Nicht als schnelle Meinungsabfrage oder halbinformierte Kompromissfindung, sondern als strukturierten Verständigungsprozess, der am Ende konkrete und wohldurchdachte Handlungsoptionen sichtbar macht.

Die Idee: Verständigung als Grundbedürfnis - und das mit Ergebnissen

Der Ausgangspunkt von Martin und seinem Team war eine einfache, aber anspruchsvolle Frage:

Wie kann Verständigung gelingen, wenn werte-beladene Positionen zu komplexen Sachfragen auseinanderdriften?

Martin hat daraus in Wissenschaft und Praxis einen Ansatz entwickelt, aus dem er gemeinsam mit seinem Gründerteam Jonas und Julian das Unternehmen Civilog gegründet hat.

Im Kern geht es um eine sehr praktische Vorstellung: Menschen mit unterschiedlichen Positionen sitzen an einem Tisch – und am Ende steht neben dem gemeinsamen Gespräch auch ein gemeinsames Bild davon,

  • welches Wissen gesichert ist und was offenbleibt,
  • welche Werte und Ziele den Beteiligten wirklich wichtig sind,
  • und welche gangbaren Wege in die Zukunft sich daraus prioritär ergeben – mit all ihren Folgen.

Genau dafür entwickelt und moderiert Civilog spezielle Deliberationsprozesse. Im Kern heißt das: Werte + Wissen + Wege werden in einem schrittweisen Dialogprozess so zusammengeführt, dass daraus tragfähige Entscheidungen entstehen können – anstatt neuer Fronten.

Wie das gelingen kann

"Wir nehmen die Wertvorstellungen der Beteiligten ernst und schauen gemeinsam auf die Konsequenzen von Handlungsoptionen." - Martin Kowarsch, Civilog

Civilog will Verständigung fördern – über Werte, Wissen und Wege in eine gemeinsame Zukunft. In der Praxis heißt das: Civilog moderiert nicht bloß „Diskussionen“, sondern ermöglicht einen Prozess, der mehr Klarheit erzeugt:

  1. Wissensbasis klären: Welche Expertise braucht es? Was wissen wir wirklich, was nicht? Was sind Annahmen dahinter?
  2. Werte sichtbar machen und einfließen lassen: Was ist wem wichtig – und warum? Wo liegen echte Zielkonflikte, was löst sich dagegen bei näherer Betrachtung vielleicht auf?
  3. Handlungsoptionen entwickeln: Welche konkreten Optionen gibt es? Welche Konsequenzen haben sie? Welche scheinen den Teilnehmenden am vielversprechendsten?

PEM-Prozesse in der Praxis - zwei Beispiele

Stadtwald in Brandenburg: Im Stadtwald Biesenthal standen Naturschutz, Erholung, Holznutzung und lokale Identität in Spannung. Martin Kowarsch hat Akteur:innen aus Bürgerschaft, Verwaltung, Politik, Forschung und Menschen mit lokalem Fachwissen in einen strukturierten Prozess geführt – mit dem Ziel, nicht nur Positionen auszutauschen, sondern Optionen zu entwickeln, die Zielkonflikte transparent machen und Entscheidungswege eröffnen. Am Ende entstanden – mit erstaunlich viel Einigkeit – gemeinsam entwickelte Handlungsempfehlungen, die die Stadtverordnetenversammlung schließlich einstimmig verabschiedete.

Land.Gestalten Barnim: Wie kann eine Region ihre Zukunft gemeinsam gestalten, wenn Menschen ganz unterschiedliche Visionen haben? Im Landkreis Barnim begleitet Civilog seit 2025 Akteur:innen aus Zivilgesellschaft, Verwaltung sowie Kultur- und Umweltkontexten dabei, gemeinsame Vorhaben für lebendige und lebenswerte Orte zu entwickeln. So, dass daraus nicht nur ein Konzept, sondern auch Vertrauen und Anschlussfähigkeit entstehen.

Der Weg zur Gründung - von der Idee zum Team

Martin hat in Projekten immer wieder erlebt: Wenn Konflikte komplex sind, reicht „gute Kommunikation“ nicht. Es braucht ein Verfahren, das Unterschiede nicht übertüncht – sondern bearbeitbar macht.

2025 entstand daraus Civilog. Aufgebaut von Martin gemeinsam mit Jonas Schatz und Julian Reimann, unterstützt vom Gründungszentrum Enterprise und gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Die Beratung und Begleitung durch das Gründungszentrum half Martin dabei, seine wissenschaftliche Idee unternehmerisch zu denken, Strukturen aufzubauen und die Wirkung klar zu kommunizieren.

"Echte Verständigung ist eine Kulturtechnik. Und sie wird zur Zukunftskompetenz, wenn daraus Selbstreflexion und gemeinsames Handeln entstehen." - Martin Kowarsch, Civilog

Heute bietet Civilog Durchführung, Beratung und Coaching für Politik und Verwaltung, NGOs und Organisationen, die Zukunft nicht gegeneinander – sondern im Dialog gestalten wollen.

Denn Verständigung ist keine Selbstverständlichkeit. Sie ist angesichts der heutigen Herausforderungen eine komplexe Kulturtechnik, die gezielt gelernt und befördert werden muss – und gemeinsame, tragfähige Zukunftsentscheidungen ermöglicht.

Mit ihrer Arbeit tragen CIVILOG zu den SDGs „Gesundheit und Wohlergehen“ (SDG 3), „Hochwertige Bildung“ (SDG 4), „Geschlechtergleichheit" (SDG 5) sowie „Nachhaltige Stadte und Gemeinden“ (SDG 11), "Maßnahmen zum Klimaschutz" (SDG 13), "Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen" (SDG 16) und "Partnerschaften zur Erreichung der Ziele" (SDG 17) bei und erschaffen so einen gemeinsamen Ort, der gemeinsame, tragfähige Zukunftsentscheidungen ermöglicht.

Drei Tipps von MArtin für angehende Gründer:innen:

  1. 1. Gründliche betriebswirtschaftliche Planung
  2. 2. Strikter Fokus auf dein langfristiges Ziel
  3. 3. Geduld - und ein unterstützendes Team um Dich herum

Gründungsjahr
2025, Eberswalde

Kontakt:
CIVILOG - Schatz-Reimann-Kowarsch GbR
Adj.-Prof. Dr. Martin Kowarsch
Mail: martin.kowarsch@civilog.de
Tel.: 0176 / 247 306 74

Website: https://www.civilog.de

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